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Covid 19 Update

Offene Diskussion unerwünscht!

Anfangs war wohl Vorsicht geboten angesichts eines unbekannten Virus. Längst wäre es aber jetzt an der Zeit, alle Maßnahmen zu beenden, auch wenn unsere Politik dann in Erklärungsnot kommt. Was wäre denn, wenn man dem Virus einfach seinen Lauf lässt? Immerhin sind die schwedischen Zahlen inzwischen wieder im Normalbereich1. Die Fakten sind frei zugänglich und mit etwas Aufwand von jedem in veröffentlichten Quellen zu recherchieren.


Abbildung 1: Quelle: EuroMOMO Graphs an maps

Während die Zahl der Infizierten stark mit derjenigen der durchgeführten Tests schwankt, ist die statistisch erfasste Gesamtsterblichkeit eine recht verlässliche Basis. Vergleicht man den Verlauf in den einzelnen Ländern, so endet die Kurve der signifikanten Übersterblichkeit – sofern überhaupt vorhanden – spätestens mit der 22. Kalenderwoche Ende Mai diesen Jahres, unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen. Der Verlauf in Schweden unterscheidet sich in der zeitlichen Abfolge nicht wesentlich von dem in Spanien, Italien, England, oder Belgien, nur die Höhe der Kurven ist verschieden, was vielleicht mit der unterschiedlichen Bevölkerungsdichte zu erklären ist. Im Gegenteil scheint in Schweden mit der ersten Welle alles überstanden, während etwa in Belgien jetzt eine Übersterblichkeit wieder hervortritt. Was bringen also die Maßnahmen, die die Wirtschaft ruiniert, aber ansonsten offenbar keinen adäquaten Nutzen haben? Und wer erinnert sich heute noch an die Schlagzeilen aus den Monaten Februar und März, als es überwiegend hieß, die Ausbreitung ließe sich nicht stoppen, sondern nur verzögern, um eine Überlastung der Notfallkapazitäten zu verhindern. Soweit konnte ich damals noch folgen.

Die offizielle Sterberate von zuletzt 4,2%2 hat nicht viel mit der echten Sterblichkeit zu tun, da darin nur die positiv Getesteten einfließen. Um die echte Letalität zu ermitteln, ist eine verlässliche Schätzung der Dunkelziffer notwendig. Das RKI ging im Mai noch von einem Faktor 6 aus, also auf jeden positiv Getesteten kommen danach 5 unerkannt Infizierte. Inzwischen liegen Schätzungen für Deutschland deutlich höher bei 1:113 und sogar bis zu 1:20. Daraus lässt sich eine echte Sterblichkeit unter allen Infizierten von 0.4% bis 0,2% herleiten, eine Größenordnung, die auch schon mehrfach in der Presse genannt wurde. Belastbare Zahlen liefern Fälle, in denen eine Population vollständig – also dunkelzifferfrei – getestet wurde. So wurde in Ischgl eine Sterblichkeit von 0,26%4 ermittelt, was in der Größenordnung zu der Heinsberg-Studie5 mit 0,37% passt. Beim Fleischproduzenten Tönnies wurden unter allen Mitarbeitern 1500 positiv getestet ohne einen einzigen Coronatoten6. Das passt gerade noch zu einer Sterblichkeit von 0,1%7 innerhalb dieser Gruppe, noch besser zu einer angenommenen Rate von 0,05%8 . Alle diese Studien sind nicht repräsentativ und können daher nur Anhaltspunkte liefern. Die Annahme von 0,2% für die echte Letalität bezogen auf alle Infizierte erscheint in diesem Lichte als plausibel.

Die natürliche Sterblichkeit liegt in Deutschland Jahr für Jahr bei knapp 1,15%, so dass dieser Wert auf 1,35% steigen würde, sollten sich alle 83 Mio. Bürger infizieren. Allerdings kommt spätestens ab 70% Durchseuchung jede Infektion von selbst zum Stillstand, sodass sich ungünstigsten Fall die zu erwartende Übersterblichkeit von 0,2% auf maximal 0,14% reduziert. Hinzu kommt, dass in einer Stichprobe von mehr als 2000 Corona-Toten nicht einmal jeder dritte an Lungenproblemen starb, die als sicheres Zeichen für einen echten Covid19-Tod gelten9. Wenn man auch diese Unsicherheit mit 50% einrechnet, reduziert sich die zu erwartende Übersterblichkeit nach einer vollständigen Covid19-Durchseuchung auf 0,07%, so dass insgesamt an Stelle von 1,15% mit 1,22% Gesamtsterblichkeit zu rechnen wäre. Derzeit ist in den deutschen Zahlen nicht einmal dieser moderate Anstieg zu sehen. Im Gegenteil liegt die Anzahl der Toten sogar noch unter der vergleichbarer Jahre10.

Lässt sich damit der erzwungene vollständige Kollaps der Wirtschaft rechtfertigen? Ich fürchte, dass erst die Kollateralschäden der Maßnahmen die wirkliche Sterblichkeit nach oben katapultieren. Im Mai berichteten Hilfsorganisationen hohe Zahlen an Toten in Entwicklungs- und Schwellenländern, verursacht durch die wirtschaftlichen Auswirkungen unserer Maßnahmen gegen das Virus. Alleine in Subsahara-Afrika werde es danach 6,3 Millionen zusätzliche Tuberkulosefälle und zusätzliche 1,4 Millionen Tote geben11. "Unseren Analysen zufolge könnten drei Monate lang an jedem einzelnen Tag 300.000 Menschen verhungern"12 warnte der Leiter des Welternährungsprogramms (WFP) im Mai. Weltweit nehmen wir also viele Millionen Tote in Kauf, nur um wenige Leben hier vielleicht zu retten oder etwas zu verlängern. Ist das noch fair? Wiegt ein einzelnes Leben hier jeweils tausende Leben dort auf?

Leider finden sich solche Zahlen in keiner breiten öffentlichen Diskussion wieder, obwohl der eine oder andere Journalist mit statistischen Grundkenntnissen die ohne weiteres nachvollziehen oder selbst ermitteln könnte. Ich will an dieser Stelle diverse Meldungen in den Medien in den Kontext stellen. Fakt ist, dass in Deutschland in jedem normalen Jahr im Durchschnitt etwa 2.600 Menschen jeden Tag sterben, also in jeder Minute fast zwei Menschen. In den USA mit etwa viermal so vielen Einwohnern sind das um die 11.000 Tote Tag für Tag, oder fast 8 Sterbefälle in jeder Minute. Nachrichten, wie „Wieder hunderte Coronatote an einem Tag“ oder „In den USA stirbt jede Minute ein Mensch an Corona“ erschrecken viele Menschen, dienen aber nur der Panikmache1314, vermutlich um jede Kritik an den Maßnahmen im Keim zu ersticken.

Auch die ständigen Meldungen zu Neuinfektionen sind mit Skepsis zu betrachten. Die Fehlerrate bei den gängigen Tests liegt bei bis zu 1% falsch positiv (ein Gesunder wird irrtümlich als infiziert getestet) und 1% falsch negativ (ein Infizierte wird als gesund befunden). Was bedeutet das für die gemeldeten Zahlen? Wenn man 100.000 tatsächlich kerngesunde Bürger nun testet, wird man trotzdem im Durchschnitt mit diesen Verfahren bis zu 1.000 Neuinfektionen feststellen, die gar nicht existieren. Eine Meldung ist das erst dann wert, wenn man unter 100.000 Tests deutlich mehr Fälle ermittelt. Alles andere lässt sich nur als bewusste Manipulation einordnen.

Genauso sorgt der Maskenzwang für Stirnrunzeln. Noch im April warnten namhafte Institute – darunter das RKI – und Mediziner vor dem Tragen von Masken, da die mehr schaden könnten als nutzen15. Hat sich in der kurzen Zeit schon der Stand der über Jahrzehnte gewachsenen wissenschaftlichen Erkenntnis verändert? Wohl eher nicht! Nur die Politik ist heute eine andere.

(Stand 28.08.2020)

1EuroMOMO - Graphs and maps https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps Stand August 2020

5Ergebnisse der „Heinsberg-Studie“ veröffentlicht https://www.uni-bonn.de/neues/111-2020

7Bei 0,1% angenommener Letalität liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, unter 1500 Infizierten keinen Toten zu finden, bei 0,999 hoch 1500 = 22%, also nicht wahrscheinlich, aber durchaus möglich.

8Bei 0,05% angenommener Letalität liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, unter 1500 Infizierten keinen Toten zu finden, bei 0,9995 hoch 1500 = 47%, also durchaus realistisch.

9Im Prinzip wird jeder Todesfall, bei dem posthum eine Infektion festgestellt wurde, als Covid-Opfer gezählt, egal ob der primär durch Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs oder gar durch Unfall und (Selbst-)Mord zustande kam.

10EuroMOMO - Graphs and maps https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps Stand August 2020

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